Land der Wasserfälle
Das Wasser der Serra do Cipó ist für Millionen Menschen, Tiere und Pflanzen das zentrale lebenserhaltendes Gut. In seiner ganzen Klarheit bricht es sich auf dem langen Weg von den Gebirgshöhen hinab ins Tal über ungezählte Schluchten und Felsen seine Bahn – als zum Teil unzugängliche Wasserfälle mit gigantischen Fallhöhen. Einer dieser gewaltigen Naturgebilde, von dem nur eine Luftaufnahme existiert, trägt den Namen „Der Wasserfall, den noch niemand gesehen und gehört hat“ – bis heute ist er für Menschen unerreichbar geblieben.
Idealerweise
befindet sich auf dem Landstück Altamira der zweithöchste Wasserfall in Minas
Gerais, der als nationales Patrimonium gilt. Mit einer Fallhöhe von fast 200
Metern bildet er einen unvergleichlich erhabenen Anblick. Besonders nach den
ausgiebigen Regenfällen donnern die Wassermassen mit martialischer,
ohrenbetäubender Kraft zu Tal, während sich bei Trockenheit vom Wind zerstäubte
„Engelsflügel“ bilden, in die die aufgehende Sonne einen langsam wandernden
Regenbogen malt.
Es
sind Momente wie dieser, die keiner weiteren Worte oder Erklärungen bedürfen, um von der Sinnhaftigkeit eines
Projekts zu überzeugen, das den Schutz eines einmaligen Kunstwerks namens „Natur“ zum Ziel hat.
