Was wir uns wünschen
Wenn wir vermitteln können, dass das natürliche Gleichgewicht der ursprünglichen Natur einen langfristig größeren Wert für die Menschen hat als die kurzfristigen Erträge der Viehwirtschaft und Plantagen, ließe sich die dramatische Entwicklung in dieser herausragenden Region verlangsamen oder sogar stoppen. Insbesondere eine Schule zur Verbreitung zeitgemäßer Ideen, ganzheitlichem Denken und ökologischem Bewusstsein wäre hier hilfreich. Die beste Lehrmethode ist immer das lebendige Beispiel.
Der Asphalt kommt nun bald bis in die Nähe des Tals. An zahllosen Beispielen brasilianischer Urbanisierung lässt sich absehen, was dann passiert: die unkontrollierte Explosion des Tourismus mit seinem einseitigen Fokus auf das schnelle Geld, der in Konzeption und Verhalten keine Rücksicht auf die Natur nimmt, von der wir abhängen und von der wir leben. Ökologisches Bewusstsein in Form eines natürlichen Respekts vor der Erde existiert nur bei den Wenigsten.
Ein wesentliches Ziel dieses Projektes, möglichst viel Land
zu kaufen, würde an dieser Stelle eine Pufferzone zu Gunsten eines
sanften Tourismus schaffen, der die Natur nicht nur erhält, sondern sie
durch aktive Aufforstungsprojekte und weiteres ökologiches Management
sogar wieder belebt und einen ganzheitlichen Rückzugs- und
Regenerationsraum schafft für Mensch und Tier. Die Einbindung der
Talbewohner in die Initiative bietet ihnen eine alternative
Beschäftigung , die mehr Lebensqualität schafft. Das Projekt stößt
deshalb auf breite Zustimmung seitens der Naturschutzbehörde IBAMA und
den lokalen Autoritäten. Denn wie überall in Südamerika fehlen den
zuständigen Stellen die Mittel, um wirksame Kontrollen über den Park und
die angrenzenden Landschaftsschutzräume auszuüben. Wir übernehmen
deshalb an dieser Seite des Parks eine Art Rangerfunktion.
