Das Meer der Steine
Was allen Felsen gemein ist: Sie animieren zum Schauen, zum Stauen und zum Sinnieren über das Wesen der Dinge.
Selbst in der kargen Welt der Gesteine bietet die Natur der Serra wieder ihre ganze Leuchtkraft und Farbenvielfalt auf. Manche Flechten leuchten gelb oder orange und wirken dabei wie die wohl überlegten grafischen Arrangements abstrakter Zeichnungen. In ihrer farblichen Schattierung erhalten die Felsen so etwas wie Charakter, ja, Persönlichkeit, was die freie Assoziation anfeuert.
Mal
sehen wir ein Tier, mal bleibt der Ausdruck wortlos und doch spüren wir eine
kosmische dialogische Kraft, die uns magisch in ihren Bann zieht. In der
Tiefenbetrachtung seiner Oberfläche wird der Fels mehr als nur ein aus der Zeit
gefallenes Überbleibsel aus grauen Vortagen vulkanischer Aktivität. Manch einer
von ihnen scheint zu sagen: „Mit mir kannst Du die Kraft der Erde spüren und
Dich mit ihr verbinden.“
Nur
wenige werden diese Landschaft verlassen ohne mit einem Felsen Freundschaft
geschlossen zu haben.
